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Der Landkreis Gifhorn hat aktuell eine ausreichende medizinische Versorgung. Schaut man aber genau hin, sind die zukünftigen Probleme zu sehen: Die Verteilung der Praxen in der Fläche des ländlichen Raumes Gifhorn und die demografische Entwicklung der Mediziner. Viele sind älter und nähern sich gleichzeitig der Pensionsgrenze.

Für die Verteilung der Ärzte in der Fläche ist die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) zuständig. Statistisch besteht eine Unterversorgung, wenn die Abdeckung des Ärztebedarfs unter 75 Prozent vorliegt. Trotz der derzeitig ausreichenden Versorgung muss aufgrund der Altersstruktur der Ärzte schon heute von einem baldigen Überschreiten des 75-prozentigen Versorgungsgrads in einigen Regionen des Kreisgebiets ausgegangen werden.

 

Seit 2014 arbeitet der Landkreis im Rahmen der Gesundheitsregion Gifhorn mit Vertretern der Ärzte, des Helios-Klinikums und der KVN daran, die ambulante und stationäre Versorgung im Kreis Gifhorn zu sichern.

Verschiedene Strategien werden verfolgt. Abiturienten werden zusammen mit der Agentur für Arbeit gezielt über die Bewerbung auf einen Medizinstudienplatz informiert. Der Zugangstest für medizinische Studiengänge (TMS) wird als Simulation für Interessierte einmal jährlich organisiert und in einem Mentoring-Projekt betreuen Ärzte aus dem Landkreis  Medizinstudierende persönlich.

Auch die Möglichkeit der Verbundweiterbildung besteht im Landkreis. Seit April 2017 ist das Gifhorner Klinikum als Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Magdeburg anerkannt.

Hier geht es zur Webseite der Gesundheitsregion Gifhorn!

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Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 27. Juni 2018 beschlossen, Medizinstudierende der Humanmedizin mit einem Stipendium zu unterstützen. Jährlich werden bis zu fünf Stipendien vergeben. die Studierenden verpflichten sich damit einige Jahre nach der fachärztlichen Weiterbildung im Landkreis Gifhorn ärztlich tätig zu werden.

Medizinstipendium Landkreis Gifhorn